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Revision as of 20:52, 20 October 2026
| title
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Music, Lies and Videoloops
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| author
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Gregor Wildermann
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| publication
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Groove
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| date
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2002/04
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| issue
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75
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| pages
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54
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"Music, Lies and Videoloops" is a 2002 interview by Gregor Wildermann It originally appeared in Groove.[1]
This interview was found and kindly provided by Jan Sykora.
Original text
This is an original text copied verbatim from the original source. Do not edit this text to correct errors or misspellings. Aside from added wikilinks, this text is exactly as it originally appeared.
MUSIC, LIES AND VIDEOLOOPS
Wir haben gewartet, wir waren geduldig. Wir haben „Music Has The Right To Children“ einfach noch mal gehört. Und noch mal, und dann vielleicht noch einige Male mehr.
Dann gab es eine EP, einen Remix von „Poppy Seed“ auf der Warp 10+3 sowie auf der „So Soon EP“ von Slag Boom Van Loon. Wir haben dann immer noch gewartet und im Stillen gehofft, das Mike Sandison und Marcus Eoin endlich Gnade beweisen und ihr Album veröffentlichen. Nun haben es Boards Of Canada aus Schottland endlich getan. „Geogaddi“ ist da, läuft 66 Minuten und 6 Sekunden und wirkt wie Wundheilsalbe für deinen und meinen Gehörgang. Fast fünf Jahre sind seit unserem letzten längeren Gespräch vergangen und auf dem elektronischen Wege schickten sie sechs Wahrheiten und eine Lüge ...
text Gregor Wildermann
Stimmt es, das ihr in den letzten zwei Jahren nicht sehr viel Tageslicht gesehen habt?
Marcus: Wir haben uns in unser Studio (einem Luftschutzbunker) eingeschlossen und etwa 14 Stunden pro Tag Musik geschrieben. Nach so einer intensiven Arbeit ist die eigentliche Veröffentlichung der CD dann schon fast so wie das Ende einer Fastenzeit, bei dem man sich innerlich gereinigt fühlt. Andererseits beschlossen wir am Ende der Aufnahmen zu „Geogaddi“ (Dez. 2001), gleich ein weiteres Album zu schreiben, das ganz anders klingen würde.
Stimmt es, das in euren Regalen und Festplatten sich noch unendlich mehr Material stapelt?
Mike: Ich würde sagen, dass auf jeden Track von „Geogaddi“ etwa zehn Tracks kommen, die es nicht auf das Album geschafft haben. Was nicht heißen muss, dass sie nie veröffentlicht werden, aber bei der Endauswahl wollten wir wirklich nur die Tracks verwenden, die in der Aufstellung auch ein gutes Album ausmachen würden. Selbst wirklich gute Tracks sind deshalb erst mal nicht dabei und wir behalten uns vor, die dann irgendwann herauszubringen.
Stimmt es, dass das neue Album vorwiegend Blumenkinder und Ökoladenbesitzern anspricht?
Mike: Unsere Musik soll auf jeden Fall keine Art von Hippie-Gedudel sein und wir sehen schon noch einen Unterschied zwischen ‚hippyness‘ und ‚psychedelia‘. Für uns ist „Geogaddi“ vom Stil her eher in der Kategorie ‚psychedelia‘ anzusiedeln.
Stimmt es, das ihr mit Computern eigentlich nichts anfangen könnt?
Marcus: Es gibt bestimmt einige Stilarten von Musik, bei denen Computer nicht mehr wegzudenken sind. Unserer musikalische Anfänge lagen bei Instrumenten wie Gitarre und Klavier, so dass wir bei unserer Arbeit nicht automatisch an einen Sequenzer rennen, um eine musikalische Idee zum Klingen zu bringen.
Stimmt es, dass der Albumtitel „Geogaddi“ eine Kombination aus dem lateinischen Geo (Erde) und dem indischen Gaddi (Kind) ist?
Mike: Das Wort spielt auf (und gleichzeitig mit) verschiedene real existierende Wörter an. Wir wollten im Titel des Albums nichts offensichtliches vorkommen lassen, weil die Musik an sich eher etwas chaotisch und undefiniert klingen sollte, dabei aber noch genügend Kraft hat, den Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Der Titel bezieht sich auf zwei Dinge, die uns beim Schreiben der Musik beeinflusst haben, aber mehr möchte ich auch schon nicht verraten, weil das dem Zuhörer nur die Phantasie raubt.
Stimmt es, dass ihr bei eurer Musik besonders durch Filme beeinflusst wurdet?
Marcus: Für uns wirkt der visuelle Stil mancher Filme noch am ehesten als Inspiration. Wir lieben Filmklassiker, vor allem Science-Fiction-Filme aus den 60ern und 70ern. Und gerade die Paranoia-Phase der 70er Jahre in Filmen wie „The Parallax View“, „Capricorn One“, „The Illustrated Man“ und „Logan’s Run“. Dazu kommen noch alte Fernsehserien aus der Zeit, als wir selbst noch Kinder waren. Es gibt aber auch ganz andere Einflüsse. Mike liest gerade ein Buch über Nikola Tesla, während ich mich mit mathematischen Theorien beschäftige. Das hängt halt alles zusammen und auch die Eindrücke von Reisen spielen eine wichtige Rolle. „The Beach At Redpoint“ ist dafür ein Beispiel, weil die Meereskulisse uns zu dem Track geführt hat. Ich habe mir vorgenommen, in Zukunft selbst Bücher zu veröffentlichen, aber dafür muss ich noch die richtige Zeit finden. Wir machen immer noch unsere eigenen Kurzfilme, die wir hauptsächlich als Visuals für unsere Live-Gigs verwenden. Wir haben aber auch schon Pläne für einen längeren Spielfilm in erzählerischer Form und dafür werden wir schon bald unsere ganze Aufmerksamkeit widmen.
Und eine letzte Frage:
Stimmt es, dass der Hauptbestandteil des schottischen Nationalgerichts Hagis aus tierischen Innereien hergestellt wird?
Marcus: Ich habe schon so viele falsche Geschichten über Haggis gehört, aber eigentlich ist es gar nicht so mysteriös wie immer dargestellt wird. Es ist ein in Schottland ansässiges Tier, dessen linkes vorderes Bein etwas kürzer ist, damit es gegen die Uhrrichtung um die Spitze von Bergen laufen kann. Sie werden entweder gejagt oder mit Fallen gefangen, aber ich glaube, das Tier ist mittlerweile beinahe ausgestorben. Ich selber bevorzuge eher vegetarischen Haggis!
Geogaddi ist auf Warp/Zomba erschienen.
Translated text
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Scans
Highlights
External Links
References
- ↑ https://groove.de/2002/04/17/groove-75-april-mai-2002/